Große Kundgebung in Konstanz am Donnerstag, 26.4. – Zugfahrt von Ulm aus!

Do. 26.04.12, 10 Uhr, Konstanz, Kundgebung anlässlich der Agrarministerkonferenz:
AgrarministerInnen und SenatorInnen des Bundes und der Länder sollen die deutsche Position formulieren und Einfluss auf die europäischen Entscheidungen nehmen. 

10 Uhr Traktorkonvoi zur Agrarministerkonferenz und zur Marktstätte.
12 Uhr Beginn der Kundgebung.
Ab 13 Uhr Marktgespräch „Bauer hält Hof“, eine offene Diskussionsveranstaltung, zu der alle VerbraucherInnen und Verbraucher herzlich eigenladen sind.

23. März 2012 Der Besuch von Minister A. Bonde in Ulm und seine Folgen…..

Am 22.03.2012 wurde es im „Grünen Haus“ in Ulm möglich,
nämlich eine Begegnung mit Alexander Bonde, dem Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in BW. Georg Glöckle, Franz Häussler und ich als Sprecher unseres Bündnisses nutzten die Gelegenheit, um dem Minister klare Vorstellungen zu vermitteln, was wichtige Schritte in Richtung eines gentechnikfreien BWs sein könnten.
Mündlich wie schriftlich haben wir ihm deswegen Folgendes vorgetragen:
Das Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (Landesanstalt für Schweinezucht – LSZ) und das Landwirtschaftliche Zentrums für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei (LAZBW) in Aulendorf sollten auf eine gentechnikfreie Fütterung umgestellt werden. (siehe Brief im Original)
Schon eine Woche später, am 28. März 2012, setzte Verbraucherminister Bonde im Landtag ein deutliches Zeichen gegen Gentechnik:“ Baden-Württemberg übernimmt Vorreiterrolle bei gentechnikfreier Lebensmittelerzeugung“ heißt es in einer PM des Ministers; und weiter: „Auch unsere Landesanstalten, wie die Landesanstalt für Schweinezucht, wollen wir auf GVO-freie Futtermittel umstellen“. (siehe PM im Original!)
Wir wünschen dem Minister viel Erfolg auf dem Weg zu einem gvo-freien BW! Unsere Unterstützung ist ihm gewiss!
Theo Düllmann

Donnerstag, 23. Februar: Josef Feilmeier in Nersingen

…und das Ergebnis dieser Veranstaltung: Gemeindebeschluss Nersingen gegen Gentechnik April 2012 (siehe unten pdf!)

Keine Gentechnik in Futter- und Lebensmitteln:  Die einzige Chance für Bauern, Vermarkter und Verbraucher
23.000 Menschen haben am 21. Januar vor dem Kanzleramt in Berlin bekundet, dass sie die Futtermittelskandale, Antibiotika im Essen, industrielle Massentierhaltung, die Spekulation mit Lebensmitteln und Gen-Food SATT HABEN ! 90 Verbände aller Bevölkerungsschichten haben die Veranstaltung unterstützt und gesagt: MIT DEM ESSEN SPIELT MAN NICHT !
Josef Feilmeier informiert über die aktuellen Möglichkeiten, der Verpflichtung für die Erzeugung gesunder Lebensmittel nachzukommen. Wer als Landwirt künftig noch Gen-verändert füttert, wird enorme Verkaufsprobleme haben. Händler sind in der Pflicht, Bauern umfassend zu informieren. In Bayern garantieren mehr als 100 Agrarhändler seit Jahren die lückenlose Versorgung mit Gen-freiem Soja. Werfen Sie einen Insiderblick auf die Tatsachen!
Das Grußwort spricht der 2. Nersinger Bürgermeister Xaver Gegenfurtner. Für die Bewirtung sorgen regionale Erzeuger mit ihrer ökologischen Produktion und zur musikalischen Unterstützung erwarten wir den ‚Gentechnik-Mann’. Eine Veranstaltung vom „Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm“

feilmeier

 

Grüne Gentechnik konkret

Dr. Suman Sahai war (aufgrund unserer Einladung und der der evangelischen Kirche Langenau) zu Gast in der dortigen Martinskirche. Die ausgewiesene Expertin in Sachen Genetik (sie ist promovierte Biologin und in Heidelberg habilitierte Humangenetikerin) sprach über Erfahrungen aus ihrer Heimat Indien. Die Grundsituation des Hungers (fehlende Bewässerung und mangelhafte Boden-Fruchtbarkeit) werde durch die grüne Gentechnik nicht verändert. Es gelte also, den Mythos zu verabschieden, als könne die Grüne Gentechnik den Hunger bekämpfen. Eindrücklich sprach sie zudem davon, welche unerforschten Risiken diese Technologie bergen könne. Dem setzt sie und ihre Organisation „Gene Campaign“ entgegen, die vorhandene genetische Vielfalt von Saatgut (allein über 2.000 Reis-Sorten in ihrer Heimatregion) zusammen mit dem reichen Erfahrungsschatz von Bauern vor Ort zu nutzen. Was in Indien für die Heimat von Reis gelte, sei für Peru die Kartoffel, für Mexiko der Mais und für China die Sojabohne – der genetische Reichtum müsse frei von Manipulation und unkontrollierbaren Auskreuzungen bleiben, um diesen Schatz für die Menschheit zu bewahren. Übrigens, für ihre Arbeit wurde Suman Sahai 2002 mit dem Borlaug-Preis ausgezeichnet, das ist eine der höchsten Auszeichnungen der internationalen Agrarforschung. Mittlerweile sind über 20 evang. Kirchengemeinden dem Bündnis für eine „Gentechnikfreie Region (um) Ulm“ beigetreten.

Null-Toleranz bleibt

SWP 22.03.11 S. 18

„Wir können aufatmen“, meint Franz Häußler, Sprecher im Ulmer Bündnis für eine gentechnikfreie Region Ulm. Nach dem Beschluss des Bundesrats am vergangenen Freitag bleibt die Null-Toleranz beim Saatgut erhalten. Wie berichtet, hatte das Bündnis befürchtet, dass durch das Hintertürchen einer neuen Messmethode gentechnisch verunreinigtes Saatgut in Deutschland erlaubt werden sollte. Nachdem ein entsprechender Antrag des Landes Baden-Württemberg bekannt geworden war, waren die Gentechnikgegner aufgeschreckt und starteten mehrere Aktionen. Nach Angaben des Bündnisses sind innerhalb von acht Tagen 65 000 Unterschriften gesammelt worden, zudem gab es Demonstrationen vor sechs Landtagen, an denen sich auch Landwirte aus der Region beteiligten. Das hat nach Einschätzung von Bündnissprecher Theo Düllmann Wirkung gezeigt: „Eine Aufweichung des Reinheitsgebots für Saatgut ist jetzt vom Tisch.“

In der Pressemitteilung des Bundesrats zu dem Thema heißt es, die Ländervertretung wolle Landwirte, die konventionelles Saatgut ohne Wissen um eine gentechnische Verunreinigung verwenden, besser vor den daraus entstehenden Schäden und prozessualen Risiken schützen: „Die Landwirtschaft muss auf einwandfreies Saatgut vertrauen und im Schadensfall einfach und zuverlässig Ersatz erlangen können, da sie am wenigsten die Möglichkeit haben, das Risiko zu beherrschen.“ Deshalb sei rechtlich unmissverständlich klarzustellen, dass für die Reinheit von Saatgut derjenige einzustehen hat, der es einführt oder sonst erstmals in den Verkehr bringt. mäh

Mappus will Gentechnik im Saatgut – Anzeige 11.03.2011

 Anzeige in der Ulmer SWP,  Montag, 11.03.2011:

MAPPUS WILL GENTECHNIK IN SAATGUT

Am kommenden Freitag soll auf Grund des Antrags der Landesregierung im Bundesrat eine Aufweichung der strikten Reinhaltung des Saatguts von Agrogentechnik beschlossen werden.

Wir Landwirte aus der Region Ulm sind über diesen Beschluss empört und fordern MP Mappus auf, diesen Antrag zurückzuziehen.

Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und der Anfang aller Lebensmittelproduktion. Wir lehnen jeden Versuch entschieden ab, gentechnisch veränderte Sorten auf diese Weise durch die Hintertüre einzuführen. Er gefährdet die Sicherheit von Landwirten und Verbrauchern, und macht die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten unmöglich. Er untergräbt agrogentechnikfreie Landwirtschaft, die von der großen Mehrheit der Bevölkerung gewünscht und gefordert wird.

Aßfalg, Alois; Bosch, Christian; Buck, Josef; Dangelmaier, Hubert; Geiger, Magret; Glöckle, Georg; Hammer, Christoph; Häußler, Franz; Hay, Werner; Holzschuh, Tanja; Jacob, Ernst; Kaißer, Karl; Kraiß, Jürgen; Kühnle, Karl-Eugen; Leibing, Dieter; Mayer, Hansjörg; Mickley-Gansloser, Friedhelm; Schadel, Franz; Seiffert, Paul-Martin; Türk, Hansjörg; Weith, Georg; Winkelmann, Johannes

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Dazu der SWP-Pressebericht am Samstag 16.03.2011:

GENTECHNIKGEGNER TRAUEN MAPPUS NICHT

Alb-Donau-Kreis /Stuttgart.  Ein Antrag der Landesregierung im Bundesrat hat die Gentechnikgegner aufgeschreckt: Sie befürchten, dass die Nulltoleranz für gentechnisch verändertes Saatgut gekippt werden soll. Das Land dementiert. Weiterlesen