
Archiv des Autors: Theo Düllmann
Rapunzel feiert sein 50jähriges Bestehen
Rapunzel feierte am 21. und 22. Sept. 2024 sein 50jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch! Rapunzel steht von Anfang an mit vielen Aktionen im engagierten „Kampf“ gegen die alte und neue Gentechnik auf dem Acker. Wir waren am 21. Sept. 24 dabei.
Im Bild (von links nach rechts): Theo Düllmann, Eva Heusinger (Rapunzel-Pressesprecherin), Ingrid und Franz Häußler.
Neue Gentechnik – werden die Karten neu gemischt?
Ungarn will Deregulierungs-Vorschlag neu debattieren – Chance nutzen für Gentechnikfreiheit. Hier kann man weiterlesen!
> Info von Annemarie Volling (AbL) 28.08.2024
Woche der Artenvielfalt 2024 mit zukunftsweisenden Themen 5. Juni – 11. Juni 2024
Flyer Woche der Artenvielfalt 2024-komprimiert
5. Juni – 11. Juni 2024: Woche der Artenvielfalt 2024 mit zukunftsweisenden Themen
Auch in diesem Jahr legt das regionale „Bündnis für Artenvielfalt“ mit seinen Veranstaltungen den Finger in die Wunde und eröffnet mit über die ganze Region verteilten Veranstaltungen Wege, der Erhaltung der Artenvielfalt eine reelle Chance zu geben. Und das mit sachlicher Professionalität und guter Unterhaltungsqualität. Dabei betrachtet das Bündnis mit großer Sorge, wie auf EU-Ebene unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus die Axt an jahrelang erkämpfte Umweltstandards gelegt wird. Dazu gehört u.a. die erneute Zulassung von extrem schädlichen Pestiziden, wie z.B. Glyphosat bis zum Jahre 2033. Das Bündnis befürchtet als Folge der Bauernproteste ein fatales Wegducken vor der Doppelkrise Klimawandel und Artensterben.
„Nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland – Im Spannungsfeld widersprüchlicher Erwartungen“. Zu diesem Thema wird die Woche der Artenvielfalt mit einem Online-Vortrag am 5. Juni eröffnet. Referent: Dr. N. Röder von Thünen-Institut. Prof. Kühl von der Uni Ulm beschäftigt sich am Folgetag mit dem Thema „Pestizide und ihre Auswirkungen auf die Artenvielfalt“. Ort: Blaustein. Weiter geht‘s am 6. Juni mit der Multivisionsshow „Naturjuwelen Oberschwabens“ im kath. Gemeindehaus in Westerheim. Es folgt am 8. Juni eine Exkursion „Ackerwildkräuter und ihre Bedeutung für die Biodiversität“ in Langenau-Göttingen mit den Referenten G. Weith und St. Brändel.
Am 10. Juni gibt es eine weitere Exkursion: „Biotopverbund auf landwirtschaftlichen Flächen in Ummendorf“ mit dem Referenten H. Jungbold vom Landschaftserhaltungsverband Biberach.
Den Schlusspunkt setzt wiederum ein Online-Vortrag. Titel: „Das Bodenleben und seine Bedeutung für Agrarökosysteme“. Referent ist Dr. Sven Marhan, Uni Hohenheim. Alle Termine mit den konkreten Daten sind hier zu finden:
Regionales Bündnis für Artenvielfalt (Mitglieder): BUND, Kreisimkerverband Ulm, NABU, Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region um Ulm (kurz: „Genfrei Ulm“), Schwäbischer Albverein, NaturFreunde, Gemeinsam Gärtnern Ulm
ANSES-Gutachten: Wendepunkt in der Debatte um NGT-Pflanzen!
ANSES ist die französische Behörde für Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit, teilweise vergleichbar mit dem BfN (Bundesamt für Naturschutz). Vgl. auch den Info-Dienst in der rechten Spalte!
Dieses ANSES-Gutachten „zeigt die Notwendigkeit einer verpflichtenden Risikoprüfung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT). Die Behörde fordert, dass dabei sowohl beabsichtigte als auch unbeabsichtigte genetische Veränderungen berücksichtigt werden müssen. Der ANSES-Bericht stellt klar, dass Eigenschaften von NGT-Pflanzen nicht per se denen aus konventioneller Züchtung gleichgesetzt werden können.“ (TESTBIOTECH)
Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit ANSES beruft sich auf zahlreiche Studien und gibt in dem 288-Seiten-starken Risikobericht zum NGT-Gesetzesvorschlag an, dass (hier die wichtigsten Punkte – Quelle „Biokreis“):
- bei CRISPR/Cas kann es zu bislang nicht bekannten Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt kommen
- die Risiken sind verbunden „mit unerwarteten Veränderungen in der Zusammensetzung der Pflanze, die zu Ernährungs-, Allergenitäts- oder Toxizitätsproblemen führen könnten, oder mit Umweltrisiken, wie dem Risiko des Genflusses von NGT-Pflanzen zu wilden oder kultivierten Pflanzen.“
- mit CRISPR sind Veränderungen möglich, die konventionelle GVOs nicht hervorbringen können
- die Vielfalt und Merkmale der Arten, die mit CRISPR verändert werden können sind viel größer als bei transgenen Pflanzen
- eine einzelfallbezogene Risikoprüfung bei jeder Sorte notwendig und ein vereinfachter Zulassungsprozess nicht vertretbar ist
- die Bewertungsgrundlage (also dass gemäß der EFSA die Deregulierung erfolgen könne, weil die Pflanzen als gleichwertig mit herkömmlichen Pflanzen gelten) unwissenschaftlich ist
- die Methoden zur Risikobewertung sind derzeit ungenügend und müssen um ein Monitoring der ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen ergänzt werden
- im Hinblick auf Patente sagt ANSES, dass „die Auswirkungen von NGTs auf die Konzentration des Pflanzenzucht- und Saatgutsektors ein wichtiges Thema sind, bei dem die Behörden wachsam sein sollten.“
Hier eine Auflistung von wissenschaftlichne Gutachten/Stellungnahmen: Weiterlesen
Saatgut-Markt zum dritten Mal in Dornstadt: Sa 13. Januar 2024 10 – 14 Uhr
Saatgut-Markt zum dritten Mal in Dornstadt: Biologisch klimaangepasste Sorten im Angebot und Referat über Wildbienen in unseren Gärten Achtung! Referatstermin musste wg. Bahnstreiks und unagemeldeten Bauernprotesten von 11 auf 13 Uhr verlegt werden!
An über 30 Ständen wird die Kulturpflanzenvielfalt des heimischen Saatguts präsentiert: auch mit Saatgutraritäten, wie historische und wieder vermehrten Tomaten, fast vergessene Gemüsesorten, Kräuter-, Duft-, Färbe- und Hexenpflanzen sowie seltene und ungewöhnliche Kartoffelsorten u.v.a.
Es wird vor allem biologisches Saatgut und Knollen aus eigenem Anbau angeboten.
Das Saatgut ist BIO-zertifiziert und samenfest, d. h. es kann eigenes Saatgut gewonnen werden. Nur durch regelmässigen Anbau haben die Sorten die Chance, sich an den Klimawandel anzupassen.
Ein Höhepunkt wird auch dieser Vortrag sein: „Wildbienen in unseren Gärten“, gehalten von der NABU-Expertin Sabine Holmergeirsson, Fachbeauftragte für Wildbienen und Pestizide.
FÜR DAS LEIBLICHE WOHL IST GESORGT!
Samstag, 13. Januar 2024, 10-16 Uhr
Bürgersaal Dornstadt | Kultur- und Sporttreff (Im Mittelbühl 25)
Eröffnung und Begrüßung: 10 Uhr
Vortrag 13 Uhr (statt 11 Uhr): „Wildbienen in unseren Gärten“”; Referentin: Sabine Holmgeirsson (NABU Baden-Württemberg)
Veranstalter: Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm in Kooperation mit der Gemeinde Dornstadt
Unterstützer: Regionales Bündnis für Artenvielfalt (BUND, NABU, Naturfreunde, Schwäb. Albverein, Bezirksimkerverein),
KreisLandFrauenverband Blaubeuren, Lokale Agenda Ulm 21, Ulmer Netz für eine andere Welt
WORT HALTEN, OLAF
Links:
Pressefotos zur Plakataktion:
https://www.saveourseeds.org/scholz-gentechnik/aktion.html
Videos zur Plakataktion:
Zum Video
Weitere Informationen und Belege:
https://www.saveourseeds.org/scholz-gentechnik.html
Neue Gentechnik? Kanzler Scholz steht im Wort!
Berlin, 4.12.2023 | „Wort halten, Olaf!“ – Das fordern die Initiative „Save Our Seeds“ und die Aurelia Stiftung mit einer Plakataktion zur Neuen Gentechnik. Weiterlesen
Gentechnik in Ulm : EU will Kennzeichnung von genveränderten Lebensmitteln abschaffen: Wie Ulm sich dagegen wehrt
SWP Ulm – 11.10. 2023 – ein Artikel von Carolin Stüwe
Gentechnik in Ulm : EU will Kennzeichnung von genveränderten Lebensmitteln abschaffen: Wie Ulm sich dagegen wehrt
Regionale Organisationen wie das Genfrei-Bündnis und das Bündnis für Artenvielfalt haben eine klare Meinung zu den Plänen der EU-Kommission. Womit die Verbraucher rechnen müssen.
ULMER ERKLÄRUNG „Kein Freibrief für neue Gentechnikmethoden!“ 5. Okt. 2023
KEIN FREIBRIEF FÜR NEUE GENTECHNIKMETHODEN!
RISIKOPRÜFUNG, WAHLFREIHEIT UND VORSORGEPRINZIP UMFASSEND ERHALTEN! (der Text – Originale siehe unten)
Ein aktueller Verordnungsvorschlag der EU-Kommission sieht vor, Produkte aus neuen gentechnischen Methoden wie z.B. CRISPR/Cas fast vollständig von der Gentechnik-Regulierung auszunehmen. Demnach würden solche Produkte weder einer Risikoprüfung unterzogen, noch würden sie einer Nachverfolgbarkeit, Haftung oder Kennzeichnung unterliegen – mit weitreichenden Folgen für unsere Ernährung!
Der Vorschlag schafft die Kennzeichnung für fast alle mit neuen gentechnischen Methoden veränderten Organismen (GVO) ab und nimmt Verbraucherinnen und Verbrauchern das Recht zu wissen, was drin ist!
Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz werden rund 94 Prozent aller GVO, die derzeit in Entwicklung oder marktreif sind, von jeder Kennzeichnung und Prüfung ausgenommen.
Die Menschen hätten künftig keine Chance mehr, zu erkennen, ob Zutaten aus neuer Gentechnik in Lebensmitteln enthalten sind, es gäbe keinerlei Wahlfreiheit mehr. Dabei zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage, dass eine überwältigende Mehrheit sich für eine umfassende Kennzeichnung (92 Prozent) und Risikoprüfung (96 Prozent) von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ausspricht.
Landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelhersteller, die ohne Gentechnik arbeiten wollen, würden mit einem extrem steigenden Aufwand und enormen Kosten konfrontiert, um ihre Produktion vor gentechnischen Verunreinigungen zu schützen. Der Ökolandbau als gentechnikfrei wirtschaftende Methode wäre dadurch existenzbedroht.
Der Kommissionsvorschlag würde dazu führen, dass jeder Staubsauger besser geprüft wäre als ein Organismus, der mittels neuer Gentechnik erzeugt wurde.
Die mit der Gentechnik verbundenen Patentierung erschwert die Züchtungsarbeit und verschärft die Abhängigkeit bei Landwirtschaft und Züchtung.
WIR FORDERN
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Wahlfreiheit für Verbraucher*innen muss erhalten bleiben!
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Gentechnikfreie Landwirtschaft muss auch zukünftig möglich sein!
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Risikoprüfung für alle gentechnisch-veränderte Organismen muss erhalten bleiben!
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Einschränkung der Züchtung durch Patente müssen verhindert werden!
UNTERZEICHNER*INNEN:
Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm: Theo Düllmann
Regionales Artenvielfalt-Bündnis: Jana Rettig (BUND), Dr. Robert Jungwirth (BUND),
Wolfgang Schleicher (Kath. Landvolk, Aktionsbündnis gentechnikfreie LW BW)
Annemarie Volling (AbL Gentechnikexpertin)
Daniela Wannemacher (BUND Gentechnikexpertin )
Harald Ebner (MdB, für die Grünen in den Ausschüssen Landwirtschaft u.a.)
Martin Häusling (MdEP, für die Grünen in den Ausschüssen Landwirtschaft und Umwelt)

DAS ORIGINAL SEITE 1 (der inhaltliche Hintergrund)
DAS ORIGINAL SEITE 2 (die 4 Forderungen)
„Keine Wahl mehr im Regal – Neue Gentechnik auf Acker und Teller?“ – 5. Okt. 23 ab 19 Uhr
Wann: Am Donnerstag, den 05. Oktober 2023, ab 19.00 Uhr (kleines Büffet), ab 20 Uhr Beginn
Wo: Haus der Gewerkschaften Ulm, Weinhof 23
Mit wem:
Martin Häusling, MdEP, Bündnis 90 die Grünen, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Greens/EFA und Mitglied im Agrar- (AGRI) und im Umweltausschuss (ENVI) des EU-Parlamentes.
Daniela Wannemacher, BUND, Teamleiterin Landnutzung und Leiterin Gentechnikpolitik
Wolfgang Schleicher, Verband katholisches Landvolk Stuttgart, Geschäftsführer
Annemarie Volling, Netzwerk gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft, AbL
Moderation: Harald Ebner, MdB (Bündnis 90 die Grünen, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft)
Veranstalter:
Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region Ulm (unterstützt vom regionalen Artenvielfalt Bündnis, BUND RV Donau-Iller, Naturfreunde, NABU, SAV, Kreisimker) zusammen mit dem Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft BW, Harald Ebner MdB Weiterlesen



